Bürgergespräch "auf dem Dobel"

Veröffentlicht am 29.09.2012 in Ortsverein

von links: Herr und Frau Schöffler, Manfred Haeger, Bernd Bischoff und Hubert Kull

Dobel hat in den letzten 30 Jahren starke Veränderungen erfahren - positive aber auch negative-

Das ist das Fazit unseres letzten Bürgergesprächs auf dem Dobel

Im ersten Moment könnte man glauben, auf dem Dobel geht es voran. Das Neubaugebiet Lehmannsfeld II wird positiv angenommen, es gibt ein Gewerbegebiet, das Vereinsleben ist intakt, Dobel hat sich einen neuen Kindergarten geleistet, es gibt die Grundschule in Dobel und weiterführende Schulen im näheren Umkreis, vor sich hingammelnde Gebäude wie Ratskeller und Funk wurden inzwischen abgerissen.

Schaut man sich aber näher um, so stellt man doch viele Mängel fest. Der Zustand des Kurparks lässt zu Wünschen übrig, im Kurhaus finden nicht mehr viele Veranstaltungen statt, das Hallenbad wurde vor zwei Jahren geschlossen und fristet ein einsames Dasein, jetzt vor dem Winter gibt es immer noch flächendeckend eine veraltete und schlechte Straßenbeleuchtung, das Thema Sporthalle ist ein Dauerthema, der Dorfplatz vor dem Kurhaus stellt sich als eine Fehlinvestition heraus, einige Geschäfte, die vorher die gute Infastruktur auf dem Dobel ausmachten, wurden inzwischen geschlossen. Dobel ist mit Arbeitsplätzen für seine Bürger auch nicht gerade gesegnet.

Das Bürgergespräch, an dem auch drei Gemeinderäte teilnahmen, war inhaltlich geprägt von einer konstruktiven Diskussion, die der Realität auf dem Dobel Rechnung trägt.

Besonders die Freizeitmöglichkeiten der Jugendlichen wurden angesprochen. Die Dobler Vereine wie z.B. der Musikverein oder der TSV sowie die Feuerwehr sind vorbildlich in Ihrer Jugendarbeit, nur ist es nicht aller Jugendlichen Ding, sich der Musik, des Sports oder der Brandbekämpfung zu widmen. Angesprochen wurde an diesem Abend die versprochene "Halfpipe", die aber auch wohl daher scheiterte, weil sich Gemeinde und die Jugendlichen nicht auf einen Standort einigen konnten.

Ein weiteres Thema dieses Abends war die Schließung vieler Gastronomie- und Herbergsbetriebe. Die Kurgastzahlen gehen daher unvermindert zurück, die Altersstruktur hat sich verändert. Junge Leute wollen nicht unbedingt Ruhe, Erholung und Wandern. Sie finden keine Angebote für einen Aktivurlaub. Wanderer auf dem Westweg sind nur zu bestimmten Jahreszeiten unterwegs. Events, die der Dobler Bürgermeister organisiert und die Gemeinde finanziert, bringen für den Dobel keine nachhaltigen Erfolge. Es gibt auf dem Dobel schon seit langer Zeit keine Möglichkeiten größere Gästegruppen zusammenhängend unterzubringen. Es fehlt an der passenden Lokalität.

Ein sehr wichtiger Diskussionspunkt waren die bestehende und die geplante Sporthalle. Eine Expertise hat festgestellt, dass Dobel keinen Bedarf an einer neuen Sporthalle habe. Eine neue Sporthalle kostet viel Geld, an dem es aber der Gemeinde fehlt. Die bestehende Sporthalle an der Grundschule ist von ihren Ausmaßen her für die meisten Sportarten nicht geeignet, der Zahn der Zeit nagt mächtig an dem Gebäude.

Auch die Energiewende in Deutschland und die Windenergie , sprich Windkraftanlagen um den Dobel, wurden an diesem Abend angesprochen. In Baden-Württemberg sollen 1000 bis 1200 Windräder neu entstehen, im Herbst wird ein Gutachten mit den möglichen Standorten die Antwort auf die Fragen geben.

Der Ortsverein bedankte sich bei allen Beteiligten für die sachlichen und konstruktiven Diskussionsbeiträge wobei es nie Thema war, die Arbeit des Gesamtgemeinderats zu kritisieren. Die Gemeinde muss sich auch in der Zukunft vielen Aufgaben stellen, es gibt viele Visionen und Pläne, aber es fehlt an dem nötigen "Kleingeld". Zu hoffen bleibt, das die Pläne zur Erneuerung der total veralteten Straßenbeleuchtung rasch umgesetzt werden, denn auf dem Dobel soll letztendlich nicht völlig das Licht ausgehen.

Abschließend sei noch zu bemerken, dass auch im Zeitalter des Internets die Wiederaufstellung einer Litfaßsäule im Ortszentrum zu begrüßen ist, damit auf Veranstaltungen rund um den Dobel aufmerksam gemacht werden kann.

 

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