SPD besucht Pfrondorf - ELR Zuschussbescheid wird noch für dieses Jahr erwartet!

Veröffentlicht am 11.07.2018 in Gemeinderatsfraktion

Die Nagolder SPD besuchte im Rahmen ihrer Tour durch Nagolds Stadteile, Pfrondorf.  Ortsvorsteherin Stefanie Renz begrüßte die Nagolder Sozialdemokraten, sowie zahlreiche interessierte Pfrondorfer Bürger mit einem original handgemachten Pfrondorfer Schnaps vor dem Rathaus. Stadtrat Daniel Steinrode erklärte der Runde, dass es für die Gemeinderäte der SPD wichtig sei, immer wieder in den Teilorten vor Ort Projekte anzuschauen, die später eventuell im Gemeinderat behandelt würden, damit sich jeder bei  der Entscheidungsfindung auch ein richtiges Bild davon machen könne. Neben den Stadträten Marco Ackermann, Gert Streib, Wolfgang Schleehauf und Daniel Steinrode waren auch die Vorstandsmitglieder Andreas Röhm, Muhammed Ali Öner, Hans Meier, Max Bertler und Daniela Steinrode bei der Ortsbesichtigung mit dabei.

 

Eine gute Botschaft überbrachte die Pfrondorfer Ortsvorsteherin Stefanie Renz den Anwesenden gleich am Anfang. Pfrondorf habe 729 Einwohner und die Tendenz sei steigend.

Eines der zentralen Probleme in Pfrondorf  sei, dass der Kindergarten an seine Kapazitätsgrenzen komme, meinte Renz. Der Kindergarten, der erst vor Kurzem erweitert wurde, habe 28 Plätze und in Pfrondorf gäbe es 33 Kinder. Die Garderobe für die Kinder sei jetzt schon zu klein, so Renz. Stadtrat Marco Ackermann meinte, die  Stadt müsse prüfen, ob in solch einem Fall nicht Personal aufgestockt werden muss.  Muhammed Ali Öner meinte, dass trotz des Kapazitätsengpasses in der Kindertagesstätte dies eine frohe Botschaft für Pfrondorf sei, in anderen Dörfern klage man hingegen über Kindermangel, das sei ein wesentlich größeres Problem. Von den 10 Kleinkindbetreuungsplätzen in Pfrondorf seien derzeit 8 belegt. Ab 2.Halbjahr wären nur noch 5 Kleinkinder in der Gruppe und man könne eventuell Geschwisterkinder aus der Ü3 hier mit aufnehmen um so den Bedarf an einem Kindergartenplatz zu decken. Die Kinderbetreuung sei eine zentrale Zukunftsaufgabe der Stadt, meinte Hans Meier, der in diesem Bereich auch zukünftig noch großen Investitionsbedarf für die Stadt sieht. Gert Streib unterstrich, dass  die Stadt in den letzten Jahren viel in den Bereich Kinderbetreuung investiert habe, dass aber der Bedarf schon allein durch die veränderten Anforderungen in der Arbeitswelt steige.

Ein weiteres wichtiges Thema sei laut Renz in Pfrondorf der Mangel an Bauplätzen für Einfamilienhäuser. Der Ortschaftsrat plane im Bereich des ehemaligen Gasthauses Adler in der Ortsmitte Bauplätze zu schaffen. Dies sei notwendig um die hohe Nachfrage junger Familien zu befriedigen, so die Ortsvorsteherin. Daniel Steinrode meinte, man spüre in der gesamten Stadt einen großen Druck auf den Wohnungsmarkt. Für die wenigen vorhanden städtischen Bauplätze gäbe es lange Wartelisten, so Steinrode. Das Problem der Wohnraumknappheit in Nagold und seinen Teilorten führe zu beinahe nichtmehr bezahlbaren Wohnkosten, so der Nagolder SPD Vorsitzende Andreas Röhm. Der Hochdorfer Architekt und SPD Stadtrat Wolfgang Schleehauf stellte klar, dass es Aufgabe der Kommune sei für ausreichend Bauland zu sorgen. Sowohl im Einfamilienhausbereich als auch im Geschosswohnungsbau sei die Nachfrage groß, so Schleehauf.

Ein Problem so Renz sei, dass viele Gebiete am Ortsrand zu sogenannten FFH-Gebieten erklärt wurden, also ökologisch wertvoll, und deshalb eine Bebauung schwierig sei. Der Ortschaftsrat suche ständig nach Möglichkeiten und das Adlerareal sei optimal zur Nachverdichtung geeignet.

Ein Ärgernis, das von anwesende Bürgern vorgebracht wurde sei, dass es einige Baulücken im Ort gäbe, und diese von ihren Eigentümern nicht einmal gepflegt würden. Stadtrat Daniel Steinrode sagte zu, die Stadt aufzufordern, zu prüfen, welche Möglichkeit die Stadtverwaltung habe, diesen Zustand zu ändern.

Stolz berichtete Renz den Anwesenden, dass man in der Neuhausenstraße den alten Brunnen, der ehemals eine Viehtränke gewesen sei, erneuere. Der Ortschaftsrat habe einen neuen Brunnen aus Buntsandstein gekauft, der nun in Abstimmung mit den Grundstückseigentümern aufgestellt werde.

Muhammed Ali Öner lobte diese Initiative, da der Brunnen zu einer Verschönerung des Ortes beitrage und so die Aufenthaltsqualität steigere.

Auf dem Weg Richtung Ortsmitte kam man nochmals am ehemaligen Gasthof Adler vorbei. Renz bedauerte, dass man in der Ortsmitte keine klassische Dorfkneipe mehr habe. Wolfgang Schleehauf schlug vor zu prüfen ob es nicht irgendwo im Ort die Möglichkeit gäbe, eine Dorfkneipe tageweise von den Pfrondorfern genossenschaftlich in Eigenregie zu betreiben. Schleehauf könne sich gut vorstellen, dass ein solches Projekt von der Stadt bezuschusst werden würde.

In der Dorfmitte stand man dann vor dem Alten Schulhaus. Stefanie Renz berichte, dass der Ort auf den ELR (Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum) – Förderbescheid für dieses Gebäude warte. Gefördert werden Projekte, die lebendige Ortskerne erhalten, die zeitgemäßes Leben und Wohnen ermöglichen, sowie solche, die eine wohnortnahe Versorgung sicherten, so Renz. Man wolle das Gebäude sanieren, Wohnraum schaffen, sowie eine Art Bürgerhaus mit Treffmöglichkeiten für Vereine und die Jugend. Daniel Steinrode gratulierte den Pfrondorfern dazu, er fügte an, dass man sich schon lange Gedanken mache, wie eine Nutzung des Gebäudes aussehen könne.

Renz erzählte den Anwesenden auch, dass man plane, in der Ortsmitte einen Dorfplatz mit hoher Aufenthaltsqualität zu  schaffen. Marco Ackermann fügte an, dass Dorfplätze dazu beitrügen, die Dorfgemeinschaft zu stärken. Plätze seien Orte des Zusammentreffens, der Kommunikation und Orte von Feierlichkeiten. Dorfplätze im Ortskern seien wichtig für jede Dorfgemeinschaft, so Ackermann.

Renz berichtete auch, dass in den Sommerferien wieder die Daxsburg, die Kinderfreizeit des Jugendhauses in Pfrondorf stattfinden werde. Die beiden Stadträte Marco Ackermann und Gert Streib bedankten sich bei der Ortsvorsteherin, dass diese Freizeit so gut in Pfrondorf aufgenommen werde. Daniel Steinrode merkte an, dass für viele berufstätige Eltern dieses Angebot in den Ferien eine wichtige Betreuungsmöglichkeit sei, die schon jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen stoße. Die Plätze, die über Internet vergeben würden, seien sehr schnell ausgebucht gewesen. Die Stadt müsse sich Gedanken machen, wie weitere Angebote dieser Art geschaffen werden könnten, da bereits jetzt Eltern ihre Kinder für Ferienprogramme außerhalb Nagolds angemeldet haben, da in Nagold keine Plätze mehr frei seien.

Bevor man sich auf den Weg zur Pfrondorfer Mühle machte, zeigte die Ortsvorsteherin den Genossen noch den neugestalteten Pfrondorfer Friedhof mit Urnenwand. Die Anwesenden waren begeistert von der schönen Gestaltung und vor allem vom Blick ins Nagoldtal. Hans Meier meinte, Pfrondorf  liege einfach schön. Lediglich die fehlenden Parkplätze am Friedhof seien ein Problem, so Ortsvorsteherin Renz. Bei Beerdigungen käme es regelmäßig zu Problemen, da die drei zur Verfügung stehenden Plätze immer belegt seien, so die Ortsvorsteherin.

Gemeinsam ließ man den Abend im Biergarten der Pfrondorfer Mühle ausklingen.

 

 

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