Leserbrief von Hans Meier zum Hochdorfer Seniorenzentrum

Veröffentlicht am 22.05.2019 in Kommunalpolitik

Leserbrief zum Artikel „Neues Seniorenzentrum in Planung“ sowie zum Kommentar „Frieden“ von Axel Kunert vom 20.05.2019 im Schwarzwälder Bote

Beim ersten Blick auf den Artikel habe ich mich total gefreut, dass endlich die Zusage für das lange geplante Seniorenzentrum in Hochdorf vorliegt. Lange haben wir uns im Hochdorfer Ortschaftsrat mit dem Thema befasst. Zwei potentielle Investoren, von denen eigentlich auch schon (halbe) Zusagen vorlagen oder von denen zumindest großes Interesse bekundet wurde, sind  abgesprungen. Seit nunmehr einem Jahr wird uns als Ortschaftsrat erzählt, Martha-Maria würde in Hochdorf investieren. Ich finde das hervorragend, weil der gesamte Bereich um Hochdorf mit seinen Nachbardörfern, Vollmaringen, Göttelfingen, Eutingen, Baisingen, Altheim, Talheim, Bildechingen dringend Pflegeplätze braucht. Beim zweiten Blick in die Zeitung ist mir dann aber aufgefallen, dass der gesamte Artikel im Konjunktiv (hätte, würde, könnte)  gehalten ist und sich am Sachstand überhaupt nichts geändert hat zu bisherigen Verlautbarungen. Martha-Maria wird irgendwann in seinen zuständigen Gremien den Grundsatzbeschluss fassen, ob sie das Projekt angehen oder nicht. Was das Projekt jedoch mit der Schließung des Gertrud-Teufel-Heim zu tun hat, erschließt sich mir jedoch nicht. Das potentielle Pflegeheim in Hochdorf ist sehr gut wenn es realisiert wird, es ist  aber keine Ersatzlösung für das Gertrud-Teufel-Heim. Man kann doch nicht, wenn sowieso zu wenige Plätze in Nagold sind, ein Heim schließen bevor die nötigen Ersatzlösungen geschaffen wurden. Vielleicht wird ja auch noch vor der Wahl die versprochene Ersatzlösung im Hasenbrunnen oder sonst wo in der Stadt präsentiert. Bis zur Realisierung werden die Plätze in Nagold dennoch fehlen.

Hans Meier

Mitglied im Ortschaftsrat Hochdorf

 

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