Jazz und Kabarett lassen die Besucher lauschen und lachen

Veröffentlicht am 23.03.2011 in Veranstaltungen

Achim Olbrich HotJazzX
  • Bei Kulturveranstaltung der SPD in der Nagolder Seminarturnhalle herrscht eine Woche vor der Landtagswahl ausgelassene Stimmung.

Schon für den Sozialdemokraten Willy Brandt waren Politik und die verschiedenen Formen der Kunst alles andere als unvereinbare Gegensätze. Und auch für den SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Rainer Prewo befruchten sich Politik und Kunst vielfach gegenseitig, wie jetzt bei einer gelungenen Matinee in Nagolds Alter Seminarturnhalle zu erleben war. Diese gefiel aber nicht nur dem ehemaligen Nagolder Oberbürgermeister, sondern auch den mehr als 120 Besuchern, die fast zwei Stunden lang aufmerksam lauschten und herzhaft lachten.

Eine Woche vor der baden-württembergischen Landtagswahl standen am Sonntagmorgen in der Nagolder Seminarturnhalle nicht politische Reden, sondern mitreißende Jazzrhythmen, gespielt von der Formation Achim Olbrich Hot Jazz X, sowie hintersinniges Kabarett mit dem in Nagold lebenden Kabarettisten Mike Jörg auf dem Programm. Dass dabei längst nicht Unterhaltung im Sinne von bloßer Berieselung gefragt war, zeigte die Begeisterung des Publikums auf das kurzweilige und topaktuelle Programm von Mike Jörg. Dieser schwadronierte mit großem Sprachwitz munter und hintersinnig vom Dioxinskandal bis zur Atomkatastrophe in Japan sowie dessen Auswirkung auf die deutsche Atompolitik. Er hinterfragte nicht nur schalkhaft, für welche Bedeutungen das Wort Moratorium steht - innehalten, zögern aber auch verzögern -, sondern ging mit Witz auch der Frage nach, was die Menschen im Land „unter Haltung verstehen“. Sind in den vergangene Jahren vor allem die hintersinnig-humoristischen Jahresrückblicke das Markenzeichen von Mike Jörg gewesen, so hatte er diesmal vor allem die ersten Monate des aktuellen Jahres im Blick. Und diese boten dem feinsinnigen Wortjongleur mehr Stoff, als er während seines Auftritts überhaupt präsentieren konnte. Insbesondere mit dem Blick auf das von Katastrophen heimgesuchten Japan stellte er aber fest, dass das möglicherweise vor seinem Aus stehende Atomzeitalter kurz und heftig gewesen ist, dessen Anfang und Ende mit Hiroshima und Fukushima auf dramatische und tragische Weise gleich doppelt in Japan besiegelt wurde. Ganz im Kontrast zu dem politisch und gesellschaftlich spannenden Blick auf Deutschland und die Welt standen die swingenden Kompositionen, mit denen Achim Olbrich (Trompete), Bernd Czerny (Klavier), Urs Johnen (Bass ) und Thomas Amann (Schlagzeug) die Matinee umrahmten. Vor allem Stücke, die in der Zeit zwischen den 30er- und 60er-Jahren komponiert worden sind, hatte das Quartett im Programm und machte mit seinem Spiel auch deutlich, was gute Politik ausmacht: Individualismus bei gleichzeitig gutem und harmonischen Zusammenspiel. Am Rande der Veranstaltung nutzten viele der Besucher freilich auch die Gelegenheit, mit Rainer Prewo ins Gespräch zu kommen. Doch nicht nur über landespolitische Themen wurde da diskutiert, sondern auch munter über Persönliches geplauscht und alle Beteiligten waren sich am Ende einig: Es war eine rundum gelungene Veranstaltung.

 

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