Flüchtlinge – Gefahr oder Chance für unsere Arbeitsplätze?

Veröffentlicht am 07.03.2016 in Veranstaltungen

Der SPD-Ortsverein Althengstett/Simmozheim diskutierte vergangene Woche das Thema: Flüchtlinge – Gefahr oder Chance für unsere Arbeitsplätze? Hierzu sprach der Integrationsbeauftragten der SPD-Bundestagsfraktion Josip Juratovic MdB, der auf Einladung des Landtagskandidaten Daniel Steinrode zu der Veranstaltung des Ortsvereins nach Althengstett gekommen war.

OV-Vorsitzende Christa Templ gab nach ihrer Begrüßung zunächst Daniel Steinrode das Wort. In seiner Einführung ging Steinrode auf die Perspektiven des Landkreises Calw ein. Dieser verzeichne einen stetigen Rückgang der Bevölkerung, durch Überalterung, aber auch durch Abwanderung. Dies gefährde z.B. Schulstandorte, Handwerk und Mittelstand vor Ort fehlten Arbeits- und Fachkräfte. Deshalb seien Zukunftsinvestitionen gerade hier im ländlichen Raum von besonderer Bedeutung. Die SPD habe in den letzten  fünf Jahren für den Kreis Calw schon viel erreicht. Für die Bildung: Ausbau der Betreuungsangebote, Wirtschaftsgymnasium in Nagold, Gemeinschaftsschulen. Für den Verkehr: Hesse-Bahn, die Mittel für den Ausbau und Erhalt des Straßennetzes deutlich erhöht, Ausbau des Radwegenetzes. Aber vieles müsse weiter voran gebracht werden. Vor allem der große Zustrom an Flüchtlingen stelle Einwohner und Politiker jetzt vor große Herausforderungen.

Auch Josip Juratovic MdB ging zunächst auf die demographische Entwicklung  der bundesdeutschen Bevölkerung ein. Eins der folgenschwersten Resultate der Überalterung, so Juratovic, sei das den Sozialsystemen bis 2030 sechs Millionen Einzahler fehlten. Allein um dies auszugleichen, bräuchten diese ca. 400000 Einwanderer jährlich. Außerdem führt diese  Entwicklung zu einem  Mangel an Arbeits- und Fachkräften. Dieser muss ausgeglichen werden, wenn Deutschland weiterhin ein erfolgreicher und innovativer Wirtschaftsstandort bleiben soll.

Er habe Verständnis dafür, dass die derzeitigen sehr hohen Flüchtlingszahlen bei Vielen Ängste und Besorgnis auslösten. Flüchtlinge würden als Konkurrenten bei Arbeitsplätzen und Wohnungen gesehen. Man fürchtet die hohen Kosten, die die Zuwanderer verursachen. Aber zum einen zeige die Erfahrung, dass nur etwa die Hälfte der Flüchtlinge im Land bliebe. Zum anderen sehe er, so Juratovic, aus den zuvor genannten Gründen, die für die Flüchtlinge ausgegebenen Gelder, als Investition in unser aller Zukunft. Abgesehen von der humanitären Verpflichtung, Flüchtlingen Schutz zu gewähren, sehe er mehr Chancen als Gefahren für unseren  Arbeitsmarkt.

 

 

 

 

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