Bildungsaufbruch im kritischen Jahrzehnt des demografischen Wandels

Veröffentlicht am 25.09.2012 in Landespolitik
  • Und dann auch noch Haushaltskonsolidierung - wie kann das zusammengehen?

In der aktuellen Debatte um Bildungsaufbruch und Haushaltskonsolidierung ist eines sicher unbestritten: In den kommenden acht bis zehn Jahren wird die Zahl der Kinder und Jugendlichen in Deutschland stark zurückgehen und sich dann auf einem niedrigeren Niveau stabilisieren. Danach wird dieselbe geschrumpfte Generation allerdings auf den Fach- und Arbeitskräftemarkt durchschlagen und einen Rückgang der Erwerbstätigen bewirken, der nicht nur die sozialen Systeme in Bedrängnis bringen wird, sondern der auch die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nachhaltig beeinträchtigen könnte. Weil es nur in diesem Umbruch gelingen kann, durch eine verbesserte Bildungsteilhabe für alle jungen Menschen das ganze Potenzial kommender Generationen auszuschöpfen, nennt man diese Phase das kritische Jahrzehnt des demografischen Wandels.

Es ist meine Überzeugung und ich würde meine sozialdemokratische Partei in dieser Sache gerne hinter mir wissen, dass die sogenannte demografische Rendite, die sich aus dem Rückgang der Schülerzahlen ergibt, in vollem Umfang in die qualitative Verbesserung unseres Bildungsystems re-investiert werden muss! Dazu gehört der Ausbau gebundener Ganztagsschulen, die Förderung von individuellem und kooperativem Lernen an allen Schularten, die Umsetzung der Inklusion und nicht zuletzt der weitere Ausbau der Gemeinschaftsschule - für ein in der Spitze und in der Breite leistungsfähiges System, das die Bildungs- und Teilhabechancen gerechter als bisher verteilt. Ich bin aber ebenso davon überzeugt, dass sich durch eine moderne, verbesserte und transparentere Steuerung der Unterrichtsversorgung an den Schulen eine namhafte Effizienzrendite erzielen ließe, die einen nicht unerheblichen Beitrag zur Konsolidierung des Landeshaushalts leisten kann. Und nicht zuletzt meine ich mich zu erinnern, dass eine Steuererhöhung für hohe Einkommen und Vermögen laut einer Umfrage von den Betroffenen weitgehend akzeptiert würde, wenn das Aufkommen dieser Steuererhöhung überwiegend in Verbesserungen des Bildungsystems fließen würde. Das musste mal gesagt werden. Saskia Esken, Kreisvorsitzende

 

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